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Haben Sie keine Zeit für Informationen über Internet-Rollenspielsucht?
Wir fragen: Wann haben Kinder / Schüler / Studenten / Väter / Ehemänner / Arbeitnehmer / Käufer / Wähler / Besucher / Gläubige / Freunde
keine Zeit mehr für SIE ?
Sucht ist eine Krankheit. Internet-Rollenspielsüchtige haben nur noch Zeit für den PC.
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Inhaltsverzeichnis - Warum kann WoW süchtig machen? -
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W A R U M D I E S E I N T E R N E T S E I T E ?
Wir hatten unseren Sohn ans Internet,
an World of Warcraft verloren.
Es fing schleichend an, fast unmerklich. 600 Kilometer lagen zwischen uns und wir hätten gerne öfters mit ihm telefoniert, da wir bis dahin ein entspanntes und gutes Verhältnis zueinander hatten. Es wurde zunehmend schwieriger, ihn zu erreichen, es kam meist keine Rückmeldung, keine Antwort auf Emails oder auf ein SMS. Seine Besuche bei uns wurden ohne ersichtlichen Grund immer seltener und schließlich brach der Kontakt von seiner Seite aus ganz ab.
Auf Umwegen kam uns zu Ohren, dass er sein Studium bis auf Weiteres auf Eis gelegt hatte und vorübergehend bei einer Online-Bekannschaft untergeschlüpft war. Bedingt durch einen Wasserrohrbruch musste die Hausverwaltung in seine verlassene Wohnung und fand diese in einem völlig verwahrlosten Zustand vor.
Alarmiert durch diese für uns unfassbare Tatsache, beschlossen wir, seinen -wie wir gedacht hatten- Wunsch nach Distanz nicht weiter zu respektieren und standen schließlich unangemeldet vor der Tür seiner Bekannten. Erst jetzt kamen wir hinter das Geheimnis seiner tiefgreifenden Veränderung und emotionalen Verarmung:
O n l i n e r o l l e n s p i e l s u c h t !

Dieses Banner können Sie auch auf Ihrer Internetseite einrichten. (Infos: Impressum)
Dieser sehr begabte junge Mensch, der seine Schulzeit problemlos und locker hinter sich gebracht hatte, ein gutes Abitur absolviert und ein vielversprechendes Studium in Angriff genommen hatte, war innerhalb von nicht einmal zwei Jahren zu einem vom realen Leben weitestgehend abgekoppelten Menschen mutiert. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt bestand darin, kurz das Allernötigste einzukaufen, um danach zusammen mit seiner ebenfalls internetsüchtigen Bekannten den Rest der Zeit vor dem PC zu verbringen. Sein Tages- und Nachtrhythmus hatte sich vollkommen verschoben - erst am Mittag wurde aufgestanden, um dann am Nachmittag, am Abend und die Nacht hindurch bis in die frühen Morgenstunden das virtuelle Leben in World of Warcraft zu bestehen. Die Internetsucht wurde jedoch vollkommen verleugnet - es handele sich nur um "ein paar Stündchen" am PC ("ein paar Bierchen" heißt es beim Alkoholiker), nur um "ein Hobby".
Mit hartnäckiger Überzeugungsarbeit war es uns tatsächlich gelungen, unseren Sohn für zwei Tage nach Hause zu holen, und wir legten ihm in ausführlichen Gesprächen eine sofortige Therapie in einer Suchtklinik ans Herz. Doch er sah sich außerstande, auf sein Internet zu verzichten. "Da verliere ich ja alle meine Freunde. Die kann ich nicht im Stich lassen." Dass es sich dabei nicht um reale Bekanntschaften handelte (er hatte keine mehr!!), war ihm nicht bewusst. Wir haben ihm klar zum Ausdruck gebracht, dass ihm jegliche finanzielle Zuwendung gestrichen werden muss, wenn er sein Leben weiterhin ausschließlich vor dem PC zu verbringen gedenkt und dass wir diesen Weg nicht mit ihm gehen können. Sollte er zu einer Therapie bereit sein, würden wir ihm alle nur erdenkliche Hilfe zukommen lassen. Fast sah es so aus, als wäre er bereit, doch sein Mut hielt nur kurze Zeit an. Wie ferngesteuert stand er plötzlich auf, packte seine Sachen und ging. Die Sucht war stärker.
2007 hatte er sein Studium endgültig abgebrochen, sich exmatrikulieren lassen, um Sozialhilfe beantragen zu können. Ein junger, gesunder, begabter Mensch steht ganz ohne Ausbildung und damit ohne Beruf da, unfähig, am Erwerbsleben teilzunehmen und sich selbst zu versorgen, weil die virtuelle Welt stärker und wichtiger geworden war als das wirkliche Leben.
Mittlerweile (nach mehr als zwei Jahren!) hat er sich aus eigener Kraft aus dieser Situation herausgeholt. Wir sind unendlich dankbar, dass er ins Leben zurück gefunden hat und können nur erahnen, wie schwer diese Schritte für ihn gewesen sein müssen. Sich aus der totalen Isolation wieder in den normalen Lebensprozess zu wagen, erfordert viel Mut und Kraft. Wir sind stolz auf ihn. (Ergänzt am 13.07.2009)
Um jungen Menschen diesen schwierigen Umweg zu ersparen, wollen wir Forderungen stellen und Menschen informieren, da diese Sucht für viele, wie für uns bis zum damaligen Zeitpunkt, unvorstellbar ist. Es kann jeden treffen. Es kommt schleichend.
(Auf Wunsch möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass auf unserer Seite nicht die klassischen Pen-and-Paper- und Live-Rollenspiele gemeint sind.)
Unser Anliegen:
Achten Sie auf Ihre Kinder, Verwandten, Kollegen, Freunde, Nachbarn, etc.! Informieren Sie sich und werden Sie hellhörig. Eine Beschränkung der menschlichen Kommunikation auf Maus, Tastatur und Bildschirm darf nicht wie eine Seuche um sich greifen.
Wir wollen erreichen, dass, was so unvorstellbar klingt, niemand mehr in der virtuellen Welt (in einem Computer !!!!) abhanden kommt. Verlorene Lebenszeit, die an Momo (Michael Ende) und die grauen Zeitdiebe erinnert. Diese Spiele verletzen die Seele. Wir wollen, dass denjenigen, die bereits versunken sind, das Leben dort so schwer wie möglich gemacht wird, damit sie den Weg zurückfinden können.
Helfen Sie mit, durch eigene Information und mit Weiterleitung dieser Internetadresse an Verwandte, Freunde, Bekannte, Kollegen, Nachbarn (Emailvorschlag). Stellen Sie hartnäckig unbequeme Fragen, wenn Ihnen die hier beschriebenen Symptome bei anderen auffallen.
Einige Freunde und Bekannte haben uns gesagt, dass sie keine von Internetsucht betroffenen Menschen kennen und deshalb leider auch unsere Internetseite nicht weitergeben können. Wir denken, dass es wichtig ist, dass ganz viele Menschen diese Informationen erhalten, egal ob sie mit diesem Problem schon konfrontiert sind oder noch nicht. Ein Wissen um diese Problematik schützt im Vorfeld, macht hellhörig, sensibilisiert und kann dadurch verhindern helfen. Auch wir haben immer gedacht: „Das passiert nur anderen!!“ Doch es kann jeden treffen. Lesen Sie bitte später auch das Forum "Ihr Eintrag" (Berichte aus den Famlien, etc.).
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ES GEHEN VIELE KINDER VERLOREN (GROSSE UND KLEINE!) - KINDER, SAGT MAN, SIND DIE ZUKUNFT DIESER ERDE. ES WERDEN TÄGLICH WENIGER UND KEINER SCHAUT HIN.
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Angehörige von Internetsüchtigen haben keine Lobby, keine Fürsprecher.
Jeder kann ein Fürsprecher werden.
Wir möchten mit Ihrer Hilfe eine Lobby schaffen.
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